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Zähneknirschen

Das Knirschen kann verheerende Folgen für Sie haben

Wachen Sie morgens mit Kopfschmerzen auf, ist Ihr Nacken verspannt und tun Ihre Schläfen weh, knackt das Kiefergelenk, sobald Sie Ihren Mund weit öffnen, schmerzen Ihre Ohren oder reagieren Ihre Zähne empfindlich auf Kälte? Wenn ja, könnten diese Symptome darauf hindeuten, dass Sie nachts mit den Zähnen knirschen.

Zähneknirschen ist ein häufiges Phänomen und betrifft sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche.

Gelegentlich handelt es sich beim Zähneknirschen nur um eine vorübergehende Begleiterscheinung, die in Phasen auftritt, in denen Sie unter großem Stress stehen, allerdings kann es auch sein, dass das Knirschen zu einem langfristigen Begleiter werden kann.

Dann gilt es für Sie zu handeln, denn beim Zähneknirschen entsteht im Kiefer ein zehnmal höherer Kaudruck als für gewöhnlich, der zu einer enormen Belastung und Beschädigung der Zähne führen kann.

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Die Symptome des Zähneknirschens

Falls Sie keinen Partner haben, der Sie auf das Zähneknirschen aufmerksam macht, können Sie das Zähneknirschen an den folgenden Begleiterscheinungen erkennen:

  • Abnutzungen der Zähne
  • häufige Kopfschmerzen
  • Schmerzen in den Kiefergelenken, die sich zum Teil bis in den Kopf hineinziehen
  • unbewusstes Zusammenbeißen der Zähne auch im Wachzustand
  • Verspannungen im Kopf-Nacken-Schulter-Bereich
  • Schmerzen in Ohren und Wange
  • Verdickung der Kaumuskel („Hamsterbacken“) durch das nächtliche „Training“

Sobald Sie eine oder mehrere dieser Beeinträchtigungen feststellen, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen und sich von diesem beraten lassen. Sollte das Zähneknirschen zum Dauerzustand werden, benötigen Sie aller Voraussicht nach eine professionell angefertigte Knirscherschiene, um Folgeschäden effektiv vorbeugen zu können.

Unser Selbsttest für Daheim:
Drücken Sie mit beiden Zeigefingern etwa einen Zentimeter vor den Ohren auf die Kiefergelenke und öffnen und schließen Sie Ihren Mund. Wenn der Fingerdruck unangenehm schmerzt, wenn Sie ein „Schnappen“ der Kiefergelenke spüren oder wenn Sie ein Knackgeräusch hören, sollten Sie zu uns in die Praxis kommen.

Wichtig: Die beschriebenen Symptome können auch nur einseitig auftreten.

Behandlung: Was wir für Sie tun können!

Eine Knirscherschiene kann sehr gutes und effektives Mittel sein, um Ihre Zähne vor dem nächtlichen Knirschen zu schützen.

Schritt 1: Untersuchung
Zunächst untersuchen wir Ihre Zähne, die Kieferstellung, die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke in unserer Praxis. So können wir leicht feststellen, ob es im Mund Auslöser für Knirschen und Pressen gibt.

Beispiele:

  • Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer
  • Störkontakte durch Füllungen oder Zahnersatz
  • Nicht eindeutige Bisslage nach einer kieferorthopädischen Zahnbehandlung
  • Kieferchirurgie nach Zahnunfall

Sobald die Diagnose Zähneknirschen durch Ihren Zahnarzt validiert wurde, können wir Ihnen eine geeignete Behandlung empfehlen.

Schritt 2: Anfertigung einer Knirscherschiene
Die meistverwendete Maßnahme gegen das Knirschen ist wie bereits erwähnt die Knirscherschiene („Aufbiss“-Schiene). Dafür nehmen wir einen Abdruck von Ihren Zähnen, mit dessen Hilfe im Labor ein Gipsmodell angefertigt wird.

Anhand dieses Modells stellen wir anschließend eine individuelle – auf Ihre Bedürfnisse angepasste – Knirscherschiene her.

Bei der Knirscherschiene handelt es sich, um eine harte oder weiche Folie aus Kunststoff, die auf die Zähne eines Kiefers gesteckt wird. Überwiegend im Oberkiefer und häufig auch nur bei Nacht.

Vorteile:

  • Störkontakte auszugleichen
  • Den Unterkiefer in eine stabile und eindeutige Position zu bringen
  • Kiefergelenke und Kaumuskulatur zu entlasten
  • Pressen und Knirschen zu verhindern

Wichtig: Mit dieser einfachen Sofortmaßnahme können oft erstaunlich schnelle und deutliche Verbesserungen erzielt werden. Natürlich müssen vorhandene Störkontakte und
Fehlstellungen später dauerhaft zu korrigieren, z.B. exakt sitzenden Zahnersatz, durch neue Füllungen, eine kieferorthopädische Behandlung oder durch Kieferchirurgie.

In der Praxis passen wir diese Schiene dann noch einmal an, damit Sie optimal sitzt und bieten Ihnen zusätzlich eine regelmäßige Kontrolle der Schiene an.

Langfristige Gefahren bei unbehandeltem Zähneknirschen

Bleibt das Zähneknirschen unbehandelt, setzen Sie sich einer großen Gefahr aus. Das Zähneknirschen bedeutet eine enorme Belastung – die Zähne werden regelrecht abgeschleift – für Ihren Mundraum und wird ernste Schäden mit sich ziehen.

Beispiele für langfristige Schäden:

  • Herausgebrochene Zahnstücke
  • Verstümmelte Zähne
  • Chronische Kopfschmerzen bis hin zur Migräne

Vorbeugung: Was sie selbst tun können!

Wenn die Kaumuskeln durch Knirschen und Pressen übersäuert, verhärtet und schmerzhaft sind, können Sie durch bestimmte Eigenmassagen diese Muskeln wieder entspannen. Fehlfunktionen des Kausystems können ebenfalls durch bestimmte Übungen korrigiert werden.

Zähneknirschen sind meistens ein stressbedingtes Symptom, deshalb sollten sie mit Entspannungsübungen oder Yoga diesem Stress entgegenwirken und die Folgen, wir helfen Ihnen gerne dabei, die richtigen Übungen für Sie zu finden.

Eine weitere inzwischen bekannte und effektive Methode ist die Botoxbehandlung. Durch die Injektion von Botulinumtoxin wird die für das Knirschen verantwortliche Muskulatur geschwächt, so dass die für das Knirschen verantwortlichen Kräfte deutlich abgemildert werden.