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Zahnreinigung zu Hause

Dank richtiger Zahnpflege zu einer perfekten Mundhygiene

Die richtige Zahnpflege kann vielen Patientinnen und Patienten manchen Schmerz oder Ärger ersparen. Denn auch hier gilt das Motto: Vorsorge ist immer besser als Nachsorge!

Um unerwartete und kostspielige Behandlungen beim Zahnarzt so gut es geht vorzubeugen, haben wir Ihnen die besten Informationen und Tipps zur perfekten Zahnpflege zusammengestellt, sodass der Besuch beim Zahnarzt für Sie zur bloßen Routinekontrolle wird.

11 Tipps, wie Sie Ihre Zähne richtig pflegen

Schöne und gesunde Zähne erfordern die richtige Zahnpflege. Wenn man weiß, wie man seinen Zähnen etwas Gutes tut, ist es eigentlich ganz einfach.

Tipp Nr. 1: Mindestens zweimal täglich Zähne putzen!
Sie sollten jeden Morgen und Abend nach den Mahlzeiten gründlich und ausdauernd die Zähne putzen. Drei Minuten müssen es schon sein, um einen optimalen Effekt zu erzielen.
Wichtig: Immer in der gleichen Reihenfolge putzen, so entsteht eine Routine beim Putzen und keine Stelle wird vergessen!

Tipp Nr.2: Die richtige Putztechnik
Das Zähneputzen stellt die Basis für die gesamten Zahnpflege dar und ist durch keine andere Maßnahme zu ersetzen. Die sorgfältige Entfernung von Zahnbelägen – die einen Nährboden für Bakterien bilden – schützt sie dabei vor Karies, Zahnfleischentzündungen, Parodontose und sind die Hauptursache für Mundgeruch.

Damit Zähneputzen auch wirklich effektiv schützt, kommt es vor allem auf die richtige Putztechnik an. In unserer Praxis erklärt Ihnen unser geschultes Personal die richtige Putzmethode. Besonders einfach und wirkungsvoll ist unserer Erfahrung nach die sogenannte „Rot-Weiß-Technik“, also vom Zahnfleisch zum Zahn.

Tipp Nr.3: Die richtige Zahnbürste verwenden!
Für eine gute Zahnhygiene und eine effektivere Zahnpflege ist natürlich auch das Werkzeug, also die Zahnbürste, unersetzlich. Die Zahnbürste sollte für Sie angenehm putzen und keine Schmerzen verursachen.

Darauf müssen sie bei der Auswahl der richtigen Zahnbürste achten:

  • Kurzkopfbürsten erreichen die hinteren Backenzähne sehr gut.
  • Die Bürste sollte über 3-4 Borstenreihen verfügen und gut in der Hand liegen, um eine optimale Führung zu garantieren.
  • Mittelharte, abgerundete Borsten aus Kunststoff eignen sich besser zum Zähneputzen als harte Borsten, sie Verletzungen vermeiden und so Zahnfleisch sowie Zahnschmelz schonen.
  • Verwenden Sie keine Naturborsten, weil sich darin Bakterien ansammeln.
  • Spätestens nach 2 Monaten sollten Sie eine neue Bürste kaufen, weil die Alte voller Bakterien steckt und 30 % weniger Zahnbelag entfernt.
  • Spülen Sie die Zahnbürste nach dem Zähneputzen immer gründlich unter Wasser aus, um Sie von Bakterien und Essensresten zu befreien.
  • Achten Sie auf eine passende Aufbewahrung, so dass der Bürstenkopf schnell trocknen kann, um die Bildung von Bakterien zu vermeiden.
  • Elektrische Zahnbürsten jüngerer Generation reinigen besser als Handbürsten. Sie sind für Kinder besonders geeignet, da die schnellen und automatischen Bewegungen der Bürste das Putzen für die Kleinen erleichtert.

Tipp Nr.4: Zahnseide, Interdentalbürsten und Mundspüllösungen nutzen
Allein mit der Zahnbürste können nur etwa 70 Prozent der Zahnoberfläche erreicht werden. Gerade in den Zahnzwischenräumen sammeln sich leicht Bakterien an.

Diese schwer zugänglichen Bereiche lassen sich kaum mit einer Zahnbürste erreichen, deshalb sollte man in solchen Fällen auf Hilfsmittel wie Zahnseide, Interdentalbürsten und Mundspüllungen zurückgreifen, um eine optimales Reinigungsergebnis zu erzielen.

1. Zahnseide: Zu einer nachhaltigen Zahnhygiene-Routine gehört immer die Verwendung von Zahnseide. Nur die Zahnseide ermöglicht es Ihnen Speisereste und Zahnbeläge, die den Nährboden für Bakterien darstellen, in den Zahnzwischenräumen zu erreichen und zu entfernen. Die Zahnseide dient somit zur effektiven Vorbeugung von Karies und Zahnfleischerkrankungen. Sie sollten Zahnseide täglich verwenden!

2. Interdentalbürsten: Interdentalbürsten, auch als Zahnzwischenraumbürsten bekannt, reinigen die Zahnzwischenräume noch gründlicher als Zahnseide, da die Interdentalbürste im Gegensatz zur Zahnseide die Wölbungen an den Seiten der Zähne erreichen kann. Wir empfehlen auch hier die tägliche Verwendung von Interdentalbürsten!

3. Mundspüllösungen: Mundspülungen sollten als eine Ergänzung zum Zähneputzen und der Verwendung von Zahnseide angesehen werden. Sie können diese jedoch niemals ersetzen! Mundspülungen dienen in erster Linie als eine unterstützende Maßnahme zur Mundraumpflege, die bei Entzündungen angewendet werden kann.

Wichtig: Je nach Inhaltsstoffen kann es auch bei zu häufiger Anwendung zu Verfärbungen kommen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Mundspülung fluoridiert ist und keine desinfizierenden Wirkstoffe in höherer Konzentration (z.B. Chlorhexidin) enthält. Auf Wunsch beraten wir Sie gerne, welche Mundspülung sich am besten für Sie eignet.

Tipp Nr.5: Die richtige Zahnpasta verwenden!
Zahnpasten werden in einer großen Fülle angeboten und ähneln sich grundsätzlich in der Zusammensetzung. Entscheidend ist, wie viel Fluorid die Zahncreme enthält. Dieser Mineralstoff härtet den Zahnschmelz und verringert nachweislich die Neubildung von Karies.

Der auf der Zahnpasta-Verpackung angegebene RDA-Wert gibt Aufschluss über die Schleifeigenschaften der Zahnpasta. Wählen Sie möglichst eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt zwischen 10% und 15% (1000ppm – 1500ppm) und einem RDA Wert zwischen 40-80 für Erwachsene. Bei Kindern sollte der Wert geringer sein max. 60 RDA.

Wichtig: Zahncremereste nach dem Putzen nur mit wenig Wasser ausspucken! So bleibt die Schutzwirkung des Fluorids erhalten.

Tipp Nr.6: Fluorid muss sein!
Fluorid verbessert die Widerstandsfähigkeit der Zahnoberfläche gegen Karies signifikant. Darauf kommt es bei der Fluorid-Versorgung an:

  • Die Verwendung von fluoridiertem Jodsalz beim Kochen und Backen beugt Karies und Kropfbildung vor.
  • Bei der Zahnpflege zu Hause fluoridierte Spülungen oder Gels verwenden.
  • Kleinkinder regelmäßig mit Fluoridtabletten versorgen.

Tipp Nr.7: Kauen ist das optimale Fitnesstraining für die Zähne
Für starke und gesunde Zähne ist das Kauen essentiell, weil es die Zähne effektiv schützt:

  • „Kauaktive“ Nahrungsmittel regen den Speichelfluss an – Speichel spült und härtet die Zähne. Besonders geeignet dafür sind Zwischenmahlzeiten, wie zum Beispiel Nüsse, Möhren oder Äpfel.
  • Eine ballaststoffreiche Ernährung wirkt sich ebenfalls positiv auf die Zahngesundheit aus. Dazu zählen unter anderem frisches Obst, rohes Gemüse und Getreideprodukte.

Tipp Nr.8: Das Kaugummi für danach
Wer ständig unterwegs ist, hat keine Zeit sich nach jeder Mahlzeit die Zähne zu putzen. Aber keine Sorge, Sie können ganz einfach nach dem Essen einen zuckerfreien Kaugummi kauen – dieser regt die Speichelproduktion an und schützt Sie vor Karies & Co. Natürlich ersetzt er das Zähneputzen nicht!
 
Tipp Nr.9: Süßes nur in Maßen
Süßes schadet den Zähnen. Das haben Sie bestimmt auch schon mal gehört, oder nicht? Leider ist es wahr. Süßigkeiten sind der Nr.1 Grund für beschädigte Zähne. Reduzieren Sie Süßes bieten Sie angriffslustigen Plaquebakterien weniger Angriffsfläche.

Wichtig: Achten Sie besonders bei Kinderprodukten auf den Zuckergehalt, meist lauern in ihnen hohe Konzentrationen von Zucker. Eine gute Alternative für Menschen, die gerne Snacks essen, sind zuckerfreie Knabbereien.

Tipp Nr.10: Mindestens zweimal im Jahr zum Zahnarzt
Bei der Vorsorgeuntersuchung wird der Mundraum gründlich durchgecheckt. Im Rahmen der Behandlungsmaßnahmen des Zahnarztes sind enthalten:

  • Beratung
  • Früherkennung von Karies und Zahnfleischerkrankungen inklusive Behandlung
  • Zahnsteinentfernung

Wer zweimal im Jahr seinen Zahnarzt aufsucht, macht alles richtig und brauch sich vor Karies und anderen Zahnerkrankungen nicht zu fürchten. Darüber hinaus bietet der Eintrag aller Vorsorgeuntersuchungen ins Bonusheft (gibt’s kostenlos beim Zahnarzt) für Sie die Möglichkeit leicht Geld zu sparen!
 
Tipp Nr.11: Die richtige Zahnpflege bei Babys und Kindern
Bereits mit dem ersten Milchzahn empfehlen wir mit der Zahnpflege zu beginnen.

Wichtig: Nutzen Sie eine spezielle, kleine und weiche Kinderzahnbürste, um auch die ersten Zähne frei von Belägen zu halten.

Fangen Sie bereits mit dem ersten Zahn an, die Zähne Ihrer Kinder zu putzen, denn der der Zahnschmelz der Milchzähne ist nicht so fest, wie der Zahnschmelz der bleibenden Zähne, und somit anfälliger ist. Schützen Sie Ihr Kind so früh wie möglich! Auch die Milchzähne müssen gepflegt werden, damit sie erst von alleine ausfallen und Ihr Kind keine unangenehmen Behandlungen beim Zahnarzt erwartet
 
Das waren unsere 11 Tipps für eine optimale Zahnpflege. Bedenken Sie aber bitte, das trotz all dieser Tipps ein Besuch beim Zahnarzt unerlässlich ist. Denn egal, wie gut Sie Ihre Zähne auch pflegen, es gibt immer Stellen, die Sie mit Ihrer Zahnbürste, Zahnseide oder Interdentalbürste nicht erreichen können.

Deshalb empfehlen wir Ihnen jedes halbe Jahr eine professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt machen zu lassen, um Ihre Zahnpflege optimal abzurunden.

Bei der professionellen Zahnreinigung können unsere geschulten Mitarbeiter mit speziellen Geräten Ihre Zahnflächen von sämtlichen Belägen befreien und Verfärbungen, die durch Kaffee, Tee und Rotwein hervorgerufen werden, beseitigen.

Im Anschluss daran werden die die Zähne angenehm glattpoliert, sodass ein Anhaften neuer Beläge erschwert wird. Zu guter Letzt werden die Zähne mit Fluor versiegelt.

Eine gute Zahnpflege kombiniert mit einer professionellen Zahnreinigung ist der optimale Schutz vor Zahnerkrankungen und wird Ihnen langfristig nicht nur zu einem gesunden und strahlendem Lächeln verhelfen, sondern auch kostspielige Behandlungen ersparen!
 
Zusammenfassung der wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Zweimal täglich die richtige Zahnbürste verwenden
  • Zahnbürste nach dem Zähneputzen reinigen
  • Hilfsmittel, wie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten nutzen
  • Fluoridhaltige Zahnpasta benutzen
  • Zahnpflege bei Babys und Kindern nicht vergessen
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigung